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Warum wir heiraten (es ist nicht was du denkst)

Warum wir heiraten (es ist nicht was du denkst)

Heiraten.

Ein Lebensziel vieler Menschen.

Doch warum?

Lasst uns kurz einen Blick in die Geschichte werfen (wirklich kurz). Denn mit Liebe hatte Heiraten nun wirklich nicht viel tun.

Warum wir heiraten – damals

Früher ging es hauptsächlich darum, den Fortbestand der Familie des Ehemannes zu sichern. Ja, unglaublich romantisch. Grundvoraussetzung für eine „gelungene Ehe“ war demnach die Fruchtbarkeit der Frau – Unfruchtbarkeit hingegen ein Scheidungsgrund. Wenn man sich unsere heutige Gesellschaft ansieht, so führt das Ergebnis von Fruchtbarkeit zu dem ein oder anderen Trennungsgrund.

Aber es kommt noch „besser“. Im Mittelalter war die Vermählung die „Übergabe“ der Braut an den Bräutigam – gegen Bezahlung eines Brautpreises.
Wie verrückt dies auch klingen mag, so manche Traditionen haben heute noch ihre Spuren hinterlassen und wir fragen uns nicht einmal, welche Ursprungsbedeutung diese haben.

Der emotional-berührender Moment, wenn der Vater seine Tochter zum Alter führt, bedeutete nichts anderes, als die Frau vom Besitzeigentum des Vaters in das Besitzeigentum des Ehemanns zu übergeben. Von nun an bestimmte der Ehemann über sie. Deshalb auch die Namensänderung.
Ja die patriarchale Geschlechterpolitik versteckt sich weiterhin sehr gut. So gut, dass wir sie oft nicht einmal bemerken. Welche Frau würde heute noch freiwillig in solchen Konditionen heiraten wollen? Männer doch eigentlich auch nicht.

Fragt sich, wie wir in 100 Jahren über unsere heutigen Hochzeits-Traditionen denken werden und welche Bräuche noch Bestand haben werden. Was heute normal ist, ist irgendwann irrsinnig und verrückt (Stichwort Brautpreis). Oder umgekehrt: Was vor wenigen Monaten noch absolut undenkbar war, ist heute gang und gäbe (Stichwort Masken).

Aber zurück zum Thema.

Im Grunde genommen, geht es beim Heiraten bestenfalls um das Commitment zwischen zwei sich liebender Menschen, welche für immer und ewig zusammenbleiben wollen und dies vor dem Familien- und Freundeskreis bekunden möchten. Oder anders gesagt:

Heiraten fühlt sich gut an.

Doch warum heiraten wir wirklich?

Warum wir heiraten – heute

Heiraten gibt uns Sicherheit und Geborgenheit. Ein „Versprechen“, nie mehr alleine sein zu müssen.

Oder zumindest lässt es uns in dem Glauben. Denn wenn man sich die standhafte Statistik ansieht, wissen wir (alle), dass fast jede 2. Ehe in eine Scheidung endet. Wir heiraten trotzdem. Warum bloß?

Gesellschaftliche Norm und Absicherung

Ausbildung – Beruf – Heiraten – Haus – Kinder. Diese Abfolge hat sich in uns seit vielen Jahren eingraviert und lässt sich auch nicht so leicht wieder „ent-gravieren“. Noch weit bis ins 20. Jahrhundert, stellte man sich nicht die Frage: Heiraten, ja oder nein. Nein, heiraten war einfach selbstverständlich. Genauso wie Familie gründen. So richtig Sinn macht das eine somit erst, wenn man das andere möchte.

Wenn es also rein um das „Schaffen eines stabilen Umfeldes“ geht, wieso brauchen wir dann noch eine Hochzeitsfeier? (die so viel kostet wie eine Weltreise).
Da fragt man sich doch: Würde sich überhaupt noch ein Mann mit einer Schar tanzender Menschen und der Hintergrundmusik von Bruno Mars´, „hey baby, I think I wanna marry you!“ auf die Knie werfen und ein Schächtelchen vor die Nase der Angebeteten hochstrecken?
… nur um anschließend zum Standesamt zu gehen, einem Fremden ein paar Sätze nachzusagen (die ganz nebenbei, niemand jemals so zueinander sagen würde) und das Gesagte mit einer Unterschrift abzustempeln?

Ja, Absicherung klingt bei weitem nicht so sexy und romantisch. Genauso wenig, wie die eigentliche Bedeutung des Wortes Heirat, nämlich „Einrichtung“ bzw. „Hausgemeinschaft“. Oder die Bedeutung des Wortes Ehe, nämlich – Achtung nicht schrecken – „Gesetz“.

Aber zum Glück gibt es …

Die unvergessliche Hochzeitsfeier: Das große Highlight im Leben

Ja wirklich, zum Glück. Wann sonst, hat man einen so guten Grund, all seine Liebsten an einem Ort zusammenzuhaben und 1-3 Tage durchzufeiern, wo Tag und Nacht zu Einem verschweißen?

Ja, die Hochzeitsfeier ist wirklich ein bedeutendes Erlebnis. Sie ist auch für alle Anwesenden ein besonderer Tag und bleibt jedem fest in Erinnerung (sofern das 9. Glas Sekt diese nicht wieder wegspült).
Man muss sich eigentlich nur 40-70 Jahre verdammt viel Mühe geben, damit diese einmalige Erinnerung nicht mit einer zweiten ausgetauscht wird.

Aber zurück zur Romantik. Ich sage ja immer:

Heiraten ist die schönste Ausrede, mit allen Menschen die einem was bedeuten, eine unvergessliche Zeit zu verbringen, Spaß zu haben und dabei schön auszusehen.

Und so viele lächelnde Gesichter um sich zu haben, ist eine potenzielle Scheidung dann doch wieder Wert.

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