So strahlst du als Herbstbraut: Hochzeits-Make-up-Trends für die goldene Jahreszeit
Selina
So strahlst du als Herbstbraut: Hochzeits-Make-up-Trends für die goldene Jahreszeit
Selina
25. September

So strahlst du als Herbstbraut: Hochzeits-Make-up-Trends für die goldene Jahreszeit

Was unterscheidet eine Hochzeit im Herbst von einer Feierlichkeit im Hochsommer? Vor allem das weichere Licht, die eher warmen Farben und eine Stimmung, die sich meist etwas ruhiger anfühlt.

Diese Stimmung darf sich ruhig auch beim Braut-Make-up bemerkbar machen: etwas sparsamer mit den harten Konturen, dafür mehr Wärme im Teint. Dazu Farbtöne, die einfach gut zur Jahreszeit passen.

Deshalb muss das Make-up noch lange nicht dunkler oder schwerer ausfallen: rosige Wangen, ein warmer Braunton am Auge und ein Lippenstift, der etwas satter ausfällt als im Juli, reichen schon. Der Look soll vor allem zu dir passen und nicht so aussehen, als hätte man den Herbst mit aller Macht auf das Gesicht zaubern wollen.

Im Herbst muss der Teint
nicht komplett matt werden

Schöner wirkt es, wenn deine Haut noch etwas von ihrer Lebendigkeit behält. Eine leichte Foundation oder getönte Tagespflege kann da schon reichen. Ergänzen kannst du das Ganze durch ein wenig Concealer an den Stellen, die ein bisschen mehr Abdeckung brauchen.

Vor der Hochzeit sollte man sich das Make-up einmal bei gutem Tageslicht anschauen. Warum? Im Badezimmerspiegel kann alles stimmig wirken und draußen plötzlich viel heller, trockener oder stärker geschminkt aussehen.

Ein bisschen Vorbereitung macht ebenfalls einen Unterschied. Trockene Haut sollte vor dem Schminken genug Feuchtigkeit bekommen. Glänzt sie schneller, lässt sich später immer noch punktuell nachpudern. Mehrere dicke Schichten von Anfang an braucht es dagegen selten.

Auf Fotos sieht Make-up manchmal ganz anders aus als im Spiegel.

Beim Rouge darf der Herbst ruhig etwas mitbestimmen

Pfirsich, warmes Rosé, Mauve oder ein weicher Beerenton passen wunderbar in die Jahreszeit. Es muss nicht gleich der dunkelste Ton aus der Palette sein. Creme Rouge lässt sich schön in den Teint einarbeiten und wirkt weniger aufgesetzt als eine dicke Puderschicht. Bei Online-Shops wie Notino finden sich verschiedene Farben und Texturen, sodass sich der Ton gut an Hautfarbe und restliches Make-up anpassen lässt.

Lieber erst wenig Farbe nehmen und langsam aufbauen. Nachlegen geht schnell. Ein knalliger Fleck auf der Wange ist kurz vor dem Standesamt deutlich schwieriger zu retten.

Bronzer kann zusätzlich etwas Wärme ins Gesicht bringen, sollte aber nicht zu orange ausfallen. Ein Hauch unterhalb der Wangenknochen und am Haaransatz reicht meistens schon.

Philipp Schölmberger
© Philipp Schölmberger

Beim Augen-Make-up darf
Schwarz ruhig mal Pause machen

Brauner Kajal wirkt weicher, Bronze bringt etwas Glanz hinein und Taupe liegt irgendwo dazwischen. Bei einer Herbsthochzeit lässt sich damit einiges machen, ohne dass das Make-up gleich schwer wirkt. Ein dunklerer Braunton am äußeren Augenwinkel bringt etwas mehr Ausdruck hinein. Danach weich verblenden und lieber nicht jede Linie perfekt ziehen. Der Übergang darf ruhig ein wenig sichtbar bleiben.

Mascara gehört natürlich trotzdem dazu

Wasserfest kann an diesem Tag eine ziemlich gute Idee sein. Spätestens bei der Trauung zeigt sich, warum. Bei der Kosmetikmarke Essence findet man zum Beispiel Lidschatten, Kajal und Mascara, mit denen sich solche warmen Herbsttöne gut aufgreifen lassen. Neue Produkte sollte man vor der Hochzeit trotzdem einmal in Ruhe ausprobieren, statt sie am großen Tag zum ersten Mal aufzutragen.

Im Herbst darf der Lippenstift
ruhig mal Mut zeigen

Rosenholz passt zu vielen Looks. Beerentöne, gedecktes Rot oder ein wärmeres Braun gehen in eine ähnliche Richtung. Trägst du sonst kaum Lippenstift, musst du deshalb nicht plötzlich mit dunklem Bordeaux vor dem Altar stehen.

Der eigene Stil bleibt wichtiger als jeder Trend.

Den Lippenstift beim Probetermin nicht nur im Spiegel zu beurteilen, ist ebenfalls eine gute Idee. Ein Foto am Fenster und später noch eines bei künstlichem Licht reichen schon. Manche Farben verändern sich auf Bildern erstaunlich deutlich.

Der Halt lässt sich ebenfalls vorher testen: Kaffee trinken. Etwas essen. Reden. Lachen.

So merkt man schnell, ob der Lippenstift den Tag mitmacht oder schon nach dem ersten Glas Sekt an einer Stelle klebt, wo er nicht hingehört.

Ein kleines Auffrisch-Set reicht völlig

Morgens kühl, mittags plötzlich Sonne, später vielleicht Regen – Herbstwetter kann an einem Hochzeitstag ziemlich launisch sein. Make-up muss deshalb aber nicht in zehn Schichten festgezurrt werden.

Ein kleines Set für zwischendurch reicht meist schon: Lippenstift, etwas Puder, Taschentücher und ein kleiner Spiegel. Glänzt die Haut schnell, kann noch Blotting Paper mit in die Tasche.

Am praktischsten ist es, wenn Trauzeugin, Schwester oder Freundin die paar Sachen einsteckt. Eine Brauttasche, die nach der Trauung irgendwo im Hotelzimmer landet, hilft später schließlich niemandem.

Fazit

Der Herbst darf mitspielen, aber nicht die Hauptrolle übernehmen

Ein schönes Braut-Make-up muss nicht auf den ersten Blick verraten, in welcher Jahreszeit geheiratet wird. Ein bisschen mehr Wärme auf den Wangen, Bronze am Auge oder ein satterer Ton auf den Lippen reichen völlig, um den Herbst aufzugreifen.

Die Jahreszeit liefert schließlich schon selbst genug Farbe: goldene Blätter, warme Stoffe, Kerzenlicht und vielleicht ein Brautstrauß mit dunkleren Tönen. Das Make-up darf sich daran anlehnen, ohne jeden einzelnen Trend mitzunehmen.

Viel wichtiger ist, dass du dich später auf den Hochzeitsfotos noch wiedererkennst. Wenn du sonst kaum Lippenstift trägst, brauchst du an diesem Tag keinen tiefroten Mund. Liebst du dagegen Farbe, darf sie natürlich bleiben.

Keiner sollte beim Blick auf dich zuerst an Rouge, Kajal oder Lippenstift denken, sondern einfach nur daran, wie fabelhaft du an diesem einmaligen Tag aussiehst.

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