Das kostet eine Hochzeit
Ines Farbaky
Das kostet eine Hochzeit
Ines Farbaky
28. September | Lesezeit: 8 Minuten

Das kostet eine Hochzeit

Wenn Brautpaare mit der Planung ihrer Hochzeit beginnen, stellt sich stets die Frage des Budgets. Wir verraten euch, was Heiraten im Durchschnitt kostet.

Was kostet eine Hochzeit? Trauung, Location, Brautkleid, Getränke, DJ, Flitterwochen und so weiter sind bekanntlich nicht günstig, aber genaue Zahlen über Ausgaben können die wenigsten bieten. Klar, schließlich kommt es darauf an, wie viele Gäste eingeladen sind, wo man heiratet, welche Dienstleister in Anspruch genommen werden, welche Aspekte das Brautpaar lieber selbst in die Hand nimmt usw.

Was kostet eine Hochzeit im Schnitt?

Zur Orientierung kann man jedoch mit den Durchschnittskosten anderer Brautpaare rechnen. Und die sehen folgendermaßen aus: Laut einer Studie von WeddyPlace* kostet eine Hochzeit 2022 im Durchschnitt etwa € 14.600. Geladen sind dabei im Mittel 67 Gäste – mehr als 100 Geladene sind selten anzufinden (<14%).

Die Kosten für eine Hochzeitsfeier können diese Werte gut und gerne übersteigen, wenn es nach manchen Brautpaaren geht. 2,4% sind sogar bereit, mehr als € 40.000 für ihre Hochzeit auszugeben. Unter der € 5.000-Marke bleiben weniger als 10% der Brautpaare.

WeddyPlace

Was kostet eine Person auf einer Hochzeit?

Die Anzahl der Gäste beeinflusst die Kosten maßgeblich. Ganz simpel € 14.600 durch 67 Gäste dividiert, ergibt das durchschnittlich etwa € 218 pro Kopf. Aber Achtung: Die genauen Kosten hängen von den Dienstleistern ab, die ihr bei eurer Hochzeit in Anspruch nehmt. Zudem müsst ihr mit Fixkosten und Aufschlägen für besondere Extras rechnen. Umso exklusiver das Angebot, umso mehr Profis am Werk, desto teurer wird der Spaß.

Wer zahlt für die Hochzeit?

Und wer genau bezahlt für all das? Nur sehr wenige Paare nehmen für die Hochzeit einen Kredit auf. Etwa 67% decken die Kosten für ihre Hochzeitsfeier allein, für 25% übernehmen die Eltern.

Im Vergleich zum Vorjahr (ebenfalls bezogen auf eine Studie von WeddyPlace) sind die Eltern der Brautpaare übrigens spendabler geworden. Bezahlten sie 2021 eher nur für einen Teil der Kosten, nehmen sie ihren Kindern 2022 schon viel häufiger die Gesamtsumme ab.

Vielleicht lässt sich das auf die aktuelle Wirtschaftslage zurückführen. Jedenfalls ist ein großes Danke an die Mamas und Papas angebracht!

Bleiben die Brautpaare im Budget?

Dass Covid-19 die Hochzeitsbranche verändert hat, ist unbestreitbar. Doch bezüglich der Kosten mussten beinahe 80% der Brautpaare dennoch nichts an ihren Plänen ändern. Etwa 18% erhöhten ihr Budget für die Feier. Man kann annehmen, dass die meisten Paare schon gelernt haben, mit der Situation umzugehen.

Was ist das Teuerste an der Hochzeit?

Besonders ins Gewicht fallen üblicherweise die Hochzeitslocation sowie das Catering, vor allem da die Anzahl der Gäste hier entscheidend ist. Aber auch Hochzeitsfotos und -videos, Weddingplanner, Floristik und eine Band können teuer werden. In Bezug auf die Flitterwochen sind wie bei jeder Reise nach oben keine Kostengrenzen gesetzt. Und was Brautkleid und Bräutigammode sowie eure Eheringe angeht, kommt alles auf euren Geschmack an…

Gerade das ist der springende Punkt: Eure Prioritäten. Obwohl manche Branchen grundsätzlich mit höheren Preisen verbunden sind als andere, entscheidet ihr, was euch die einzelnen Elemente eurer Traumhochzeit wert sind. Vergesst deswegen nicht, euch zu Beginn der Hochzeitsplanung eine Prioritätenliste und einen Budgetplan zurechtzulegen.

Wie kann man Angebote einschätzen?

Nach diesem ersten Überblick zu den Ausgaben wollt ihr es genau wissen? Für eine Kostenübersicht aller Branchen (Location, Catering, Fotografie und mehr) wendet euch bitte an diesen Beitrag. Dort seht ihr auch, was in jeder Branche als günstig oder teuer einzuordnen ist. Damit kann die Hochzeitsplanung so richtig beginnen.

* Online-Umfrage von WeddyPlace, teilgenommen haben 5.483 Brautpaare im Feber 2022.